Angebote

Im Rahmen unseres Projekts „Guten Morgen Abendland! Europa ist mehr.“ bieten wir Qualifizierungen für unsere historischen Diversity-Planspiele sowie weitere Veranstaltungen für Interessierte an. 

Teamenden-Qualifizierung für historische Diversity-Planspiele

Bunte Karten aus dem Planspiel

© Dorothea Seitz/LIFE e.V.

Qualifizierung Convivencia in Córdoba in Berlin

14., 15. und 21. Januar 2023

Wir bieten im Januar 2023 bei LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit in Berlin eine Qualifizierungsschulung für unser historisches Diversity-Planspiel Conviviencia in Córdoba an. Menschen mit pädagogischer Erfahrung können sich hier als Teamer*innen kostenfrei zertifizieren lassen und das Planspiel im Anschluss selbstständig durchführen.

Mehr Infos zur Qualifizierung und Anmeldung

Mehr Infos zum Planspiel Convivencia in Córdoba

Schüler*innen präsentieren ihre Ergebnisse

© Metin Yilmaz

Qualifizierung Convivencia in Córdoba in Niedersachsen (Bad Bevensen)

25., 26. und 27. November 2022

Zusammen mit unserem Kooperationspartner Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. bieten wir im November im Tagungshaus in Bad Bevensen eine Qualifizierungsschulung für unser historisches Diversity-Planspiel Conviviencia in Córdoba an. Menschen mit pädagogischer Erfahrung können sich hier als Teamer*innen kostenfrei zertifizieren lassen (zuzüglich Kosten für Unterbringung und Verpflegung) und das Planspiel im Anschluss selbstständig durchführen.

Mehr Infos zur Qualifizierung und Anmeldung bei unserem Kooperationspartner GSI e.V.

Mehr Infos zum Planspiel Convivencia in Córdoba

 

Veranstaltungen

Veranstaltungsreihe „Meine Geschichte – Deine Geschichte: Unsere Geschichten?
Das Osmanische Reich und Berlin“​

In Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und der Alhambra-Gesellschaft führen wir eine Veranstaltungsreihe in Berlin durch, die zu einem Dialog von verschiedenen Akteur*innen aus Bildung, Wissenschaft und den Communities zu Fragen des transnationalen, diversitätsorientierten historischen Lernens in der Einwanderungsgesellschaft mit besonderem Blick auf die Geschichte des Osmanischen Reiches und Deutschlands.
Im Verlauf der verschiedenen Veranstaltungen möchten wir die Bedeutung dieser Geschichte(n) für uns hier und heute aus verschiedenen Perspektiven ausloten. Wir wollen in diesem Reflexionsraum mit ihnen darüber ins Gespräch kommen, wie sich Geschichte heute in unseren diversen Erfahrungen reflektiert.

Bild von der Veranstaltung

© LIFE e.V.

Ambivalente Erinnerung: Das Osmanische Reich als Kolonialmacht und kolonisiertes Imperium?

30. August 2022, 19 – 21 Uhr

Über Jahrhunderte herrschte das Osmanische Reich auf dem Balkan, in Nord-, Ostafrika und Vorderasien. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert war es dann der Einflussnahme europäischer Mächte ausgesetzt – auch Deutschland spielte hierbei eine Rolle mit seinen Kolonialbestrebungen gen Osten.

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Hiermit kann die osmanisch/türkische Geschichte einerseits postkolonial in Bezug auf die Einflussversuche der Westmächte sowie postimperial mit Blick auf die (neo-)osmanische Politik gelesen werden. Wie beeinflusst diese gemeinsame deutsch-türkische Geschichte die Diskurse im Einwanderungsland Deutschland – von den Diskussionen zur Rückgabe von Kulturgütern, wie dem Pergamon-Altar bis zum „Türken-Bashing“?

Wir diskutieren darüber mit Dr. Suzan Onur Nobrega (Goethe-Universität Frankfurt) und Dr. Malte Fuhrmann (Leibniz-Zentrum Moderner Orient Berlin).
Die Moderation übernimmt Eren Güvercin (Alhambra Gesellschaft e.V.).

Die Veranstaltung findet hybrid statt:

Für die Teilnahme in Präsenz in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, bitte hier anmelden

Die Veranstaltung wird außerdem auf YouTube gestreamt.

     

    Vergangene Veranstaltungen

    24.3.2022
    Binge Watching History – Der Hype um historische Serien in der Türkei und in Deutschland

    Die dritte Veranstaltung unserer Reihe „Meine Geschichte – Deine Geschichte: Unsere Geschichten? Das Osmanische Reich und Berlin“, die am 24.03.2022 online stattfand, hatte populäre Fernsehserien als Thema.
    In zwei Impulsvorträgen von Prof. Dr. Ömer Alkin und Dr. Hanno Hochmuth wurden zum einen neo-osmanische Serien (z.B. Diriliş Ertuğrul) und zum anderen deutsche Serien der 1920er Jahre (insbesondere Babylon Berlin) beispielhaft analysiert.

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    In einer anschließenden Diskussion arbeitete Moderatorin Aliyeh Yegane, Leiterin des Bereichs Diskriminierungsschutz & Diversität bei LIFE e.V., mit den Referenten und mithilfe von Fragen der Zuschauenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der neo-osmanischen und der deutschen Historienserien heraus. Hierbei wurde diskutiert, woher das Interesse und der Hype um historische Serien in der Türkei und in Deutschland kommt und welche Bilder über die vermeintlich eigene Geschichte vermittelt werden.
    Werden die Serien eher als dokumentarisch oder fiktional rezipiert und welche Risiken aber auch Chancen bietet die Aneignung von Geschichte durch Serien, vor allem bei jungen Menschen? Und nicht zuletzt wurde diskutiert, ob die historischen Serien einen Beitrag für eine gesellschaftliche Verhandlung von Geschichtsbedeutung in unserer pluralen Gesellschaft leisten können und welche Bedingungen hierfür wichtig sind.

    Wenn Sie nicht dabei sein konnten, werfen Sie einen Blick auf die Aufzeichnung der Veranstaltung auf youtube.

       

      26.8.2021
      Bilder des Osmanischen Reiches in Schule und Unterricht

      Diversityansätze im Kontext von Geschichte befassen sich damit, wie Geschichte repräsentiert wird: Welche Geschichten werden erzählt, welche nicht? Wer spricht wie über wen? Wer erzählt und wer bleibt stumm?
      Die Behandlung oder Nichtbehandlung des Osmanischen Reichs in Schule und Unterricht ist hierfür ein gutes Beispiel: Auf der einen Seite löst sie bei vielen Jugendlichen v.a. aus türkeistämmigen und muslimischen Familien ein tieferes Interesse aus und befriedigt ein „Geschichtsbedürfnis“.

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      Auf der anderen Seite ist der Umgang der Lehrkräfte mit diesem „Geschichtsbedürfnis“ der Jugendlichen kontrovers und reproduziert oftmals stereotype Identitätszuschreibungen, die sich aus essentialisierenden Migrations- und Islamdiskursen speisen.
      Zusammen mit Prof. Dr. Viola Georgi, Professorin für Diversity Education und Direktorin des Zentrums für Bildungsintegration an der Stiftung Universität Hildesheim und Dr. Lale Yildirim, Juniorprofessorin für die Didaktik der Geschichte an der Universität Osnabrück, möchten wir über historisches Lernen in der deutschen Migrationsgesellschaft am
      Beispiel des Osmanischen Reichs diskutieren.

         

        28.5.2021
        Das Deutschland meiner Tage

        war der Titel der Auftaktveranstaltung unserer Veranstaltungsreihe Meine Geschichte – Deine Geschichte: unsere Geschichten? Das Osmanische Reich und Berlin, die am 28.5.2021 online stattfand.
        Wir haben die Reihe mit Feridun Zaimoğlus Lesung seines gleichnamigen literarischen Textes begonnen, den er speziell für unsere Veranstaltungsreihe verfasst hatte.
        Im Zentrum der Veranstaltungsreihe stehen Geschichte und Erinnerung und damit verknüpft Fragen der Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft.

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        Aliyeh Yegane, die den Bereich Diskriminierungsschutz & Diversität bei LIFE e.V. leitet, stellte einleitend folgende Fragen: Welche Geschichte wird in der Schule erzählt, welche wird nicht erzählt? Aus welcher Perspektive wird die Geschichte erzählt? Welche Geschichtsbilder prägen unsere Identität? Mit wem in der Geschichte identifizieren wir uns? Wer bleibt fern und fremd?

        Feridun Zaimoğlu konstatierte zu Beginn seines Textes: „Im Deutschland meiner Tage herrscht keine Festtagsstimmung“. Eindringlich schilderte Zaimoğlu unterschiedliche Begegnungen zwischen Deutschsein und Fremdsein, „angedichteter Zerrissenheit“ und Selbsterfahrungsgruppen.
        Im Gespräch mit Eren Güvercin von der Alhambra-Gesellschaft diskutierte Zaimoğlu im Anschluss an die Lesung Fragen zu Geschichtskonstruktionen und Zugehörigkeitsimaginationen.

        Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer interaktiven Abfrage auf mentimeter, bei der die Zuschauenden selbst Auskunft geben konnten über Zugehörigkeitsgefühle, Fremdzuschreibungen und persönlichen Assoziationen mit dem Deutsch- und Türkischsein.

        Wenn Sie nicht dabei sein konnten, werfen Sie einen Blick auf
        die Aufzeichnung der Veranstaltung auf youtube
        den Text von Feridun Zaimoğlu